Im Mai 2018 hatte der Fellows Ride Premiere. Es begann mit einem Motorradtreffen in meiner Heimatstadt Würzburg zugunsten der Depressionshilfe. „Mit offenem Visier gegen Depression“ hieß damals das Motto.
Danach bin ich mit meinem Motorrad einmal um die Welt gefahren und habe gelernt, dass die Krankheit und der Umgang mit Depression ein globales Problem darstellen. Die Idee des Fellows Ride zog weite Kreise. In Australien nahm ich am „Black Dog Ride“ teil. Einer großen Ausfahrt, die in vielen Städten Australiens und mit unterschiedlichen Aktionen alle auf Depression und Suizidprävention aufmerksam machte.
Von diesem Erlebnis inspiriert und motiviert möchte ich sobald es die Corona-Kontaktbeschränkungen zulassen eine Motorrad-Ausfahrt in Deutschland organisieren. Das Konzept ist so einfach wie genial: In Würzburg und in anderen Städten Deutschlands treffen an einem sonnigen Frühlingstag sich Motorradfahrer*innen zur Saisoneröffnung. Wir fahren eine Runde und bringen ein Thema ins Rollen, das in vielen Bereichen unserer Gesellschaft noch ein Schattendasein fristet: Depressionshilfe und mentale Gesundheit.
Warum?
Als Elternteil bin ich indirekt betroffen von den Folgen der Krankheit Depression. Ich musste schmerzhaft erkennen, dass wir uns schwer tun damit, die Symptome zu deuten und richtig einzuordnen. In der Arbeitswelt, in Schulen und Universitäten sowie im privaten Bereich gibt es damit noch zum Teil erheblichen Nachholbedarf.
Ich bin kein Psychologe, ich möchte aber helfen ein Klima zu schaffen, in dem über mentale Krisen offen gesprochen werden kann. Ich möchte direkt und indirekt betroffenen Menschen Mut machen und ihnen die Angst vor einer Stigmatisierung zu nehmen. Psychisch erkrankte Menschen haben (noch) keine Lobby. Je mehr wir darüber in aller Offenheit reden, umso mehr wird sich zum Positiven verändern. Ein Tabu-Thema besprechbar machen, dazu tragen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fellows Ride bei.
„Mit offenem Visier gegen Depression“
so heißt das Motto des Fellows Ride in Würzburg und in anderen Städten Deutschlands.
Sobald es die Corona-Kontaktbeschränkungen es wieder zulassen, an einem sonnigen Samstag; treffen, fahren, einkehren, reden und kennenlernen. Spaß haben und gleichzeitig auf die Depressionshilfe aufmerksam machen. Spenden sammeln und Interesse wecken. Die wirklich wichtige Währung ist und bleibt „Aufmerksamkeit“ für ein leider viel zu oft vernachlässigtes Tabu-Thema „Depression“.
Auf GoFundMe läuft aktuell der Spendenaufruf. Damit der Fellows Ride ein Erfolg wird, brauchen wir Geld für Flyer, Plakate und Online-Kommunikation. Jeder Euro zählt. Bitte teilt und liked den Link. Lasst uns gemeinsam etwas ins Rollen bringen. Ride don`t hide. Danke Fellows.
2 Responses
Hallo lieber Dieter,
ich nehme mal an bei dem, unter Motorradfahrern üblichen, du bleiben zu dürfen.
Gestern habe ich deine Geschichte auf der „Blauen Couch“ mitverfolgt und bin sehr beeindruckt über die Art und Weise wie du damit umgehst. Ich war selbst vor Jahren Betroffener und konnte mich erfreulicherweise selbst, mit ärztlicher Unterstützung, aus dem gedanklichen Gefängnis befreien. Sogar die Pillen kann ich wieder im Schrank lassen.
Geholfen hat auch mir das Motorradfahren, dass ich nach jahrelanger Abstinenz wieder aufgenommen hatte. Daher werde ich gerne am Fellow Ride am 24. April teilnehmen und würde mich freuen dich persönlich kennenzulernen.
Liebe Grüße
Günther
Lieber Günther, dein Kommentar und deine Geschichte beeindruckt und freut mich. Danke für das positive Feedback. Ich bin sicher, wir treffen uns im nächsten Jahr mal persönlich und hoffentlich mit einem Motorrad zwischen den Beiden. Danke auch für die Unterstützung. Alles Gute und so long. Dieter